Sashiko – Wie man das Muster auf den Stoff überträgt

Was ihr braucht:
– Sashiko-Nadeln (sind schlanker als gleichlange deutsche Sticknadeln)
– Stickgarn (es gibt spezielles Sashikogarn, aber ein gleichdickes anderes Baumwollgarn tuts auch)
– Stoff (traditionell in indigoblau, aber das hängt von eurem persönlichen Geschmack ab)
– Pauspapier für dunkle Stoffe (Burda, 3,50 € in weiß und gelb ist recht günstig)
– ein nicht zu spitzes Werkzeug, um das Muster durch zu reiben (Zahnstocher sind zu spitz, kurz und brüchig, ich hab den Stiel eines Schablonenskalpells benutzt, der extra dafür auch ausgelegt ist)
– das Muster

Stoff sauber auslegen (am besten vorgewaschen und gebügelt)

das Pauspapier mit Tesa hinter dem Musterpapier fixieren, aber bitte so, dass die “schreibende” Seite zum Stoff hin liegt.

Dann das Ganze auf dem Stoff fixieren, eventuell auf den Fadenverlauf achten.

Nicht ZU fest drücken, sonst geht das Papier kaputt. Mit dem Werkzeug wie mit einem Stift die Musterlinien nachzeichen.
ACHTUNG: das Raster ist nicht nötig! das ist nur die Hilfe zum Erstellen des Musters
und so sollte es dann nachher aussehen

ACHTUNG: immer vorher testen, ob die Farbe des Pauspapiers auch wieder aus dem Stoff rausgeht!

Generell ist diese Art der Stickerei gedacht, um mehrere Stofflagen miteinander zu verbinden. Aber natürlich ist es auch möglich, einlagige Furoshiki damit zu gestalten.

Das Verhältnis zwischen dem obenliegenden Faden und dem Stichabstand sollte 3 zu 2 betragen.

Grundsätzliches


ˉ Wo sich Musterlinien treffen, soll Raum zwischen den Stichen bleiben, sodass sie sich nicht berühren. Dies sieht eleganter aus.
.
.
.
.
.
.
ˉ Wenn in Ecken gewendet wird, den letzten Stich in die Ecke platzieren, sodass das Muster klar definiert wird.
.
.
ˉ Wo sich Musterlinien kreuzen wird ein längerer Zwischenraum belassen. Es sähe nicht nur hässlich aus, sondern ist nachher auch eine Schwachstelle.
ABER:
in einigen hitomezashi-Mustern SOLLEN sie sich kreuzen

ˉ In manchen Mustern muss der Faden auf der Rückseite zum nächsten Ansatzpunkt eine Strecke hängen gelassen werden. Solche Fäden müssen LOSE bleiben! Bei Stickereien, wo man beide Seiten sieht, lässt man diesen Faden zwischen den Stofflagen laufen.

Bei scharfen Richtungswechseln lässt man eine kleine Schlaufe auf der Rückseite, sonst neigt die Stickerei dazu, sich zusammen zu ziehen.

Da Sashiko-Garn schon immer teuer und das Volk arm war, verschwendete man so wenig Länge wie möglich beim Fadenwechsel. Das Binden von Knoten ist aber keine Pflicht, man kann den Faden auch vernähen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *