Wie man einen Temari markiert (Beispiel:S-8)

Ganz wesentlich für das Temaridesign ist die Symmetrie. Damit ein Temari symmetrisch bestickt werden kann, wird er zuvor markiert.

Benötigt hierfür wird:

– eine lange Sticknadel,
– Stecknadeln,
– Papierstreifen (160er-Papier ist super geeignet, in 7-8mm breite Streifen geschnitten, ein Shredder ist eine ideale Hilfe)
– eine spitze Schere
– ein Garn, dass zum Design passt,
meist wird hierfür ein Metallic-Garn verwendet

Den Papierstreifen an einem Ende gerade falten und eine Stecknadel mittig hindurchstechen. Der Farbe des Kopfes dieser Nadel sollte im weiteren nicht nochmal verwendet werden. Dann die Nadel exakt vertikal in den Mari einstechen.
ET VOILÀ, das ist der neue Nordpol. Diese Nadel wird bis zum Ende der Stickerei im Mari belassen

Dann den Papierstreifen mittig um den Mari wickeln, bis er an der Stecknadel wieder ankommt. Dann mit einer zweiten Stecknadel eine scharfe Falz direkt an der Nadel falten.

Anschließend den Papierstreifen in dieser Falz zurückschneiden.

Um einen ganz einfachen Anfänger-Ball zu markieren, nämlich einen 8er, den Papierstreifen in der Mitte falten, indem das frisch geschnittene Ende an die Stecknadel gelegt wird.
Anschließend wird auf die gleiche Weise geviertelt,

und geachtelt.

Nun wird mit der Schere an jeder Falz eine Kerbe geschnitten, bis zur Mitte des Streifens.

Dann wird der Streifen mittig um den Mari gelegt, und der Südpol markiert. Dies sollte man von mehreren Stellen aus machen, da man eigentlich nie eine perfekte Kugel hinbekommt. Somit muss man schauen, wo der Südpol “am ehesten” hinkommt. Bitte auch hier eine Kopffarbe nehmen, nicht nicht weiter verwendet wird.

Tja, zwei Pole haben wir, was fehlt ist der Äquator. Hierzu wird mit Hilfe des Streifens die Mitte ermittelt und mit Stecknadeln einer dritten Farbe markiert.
Darauf achten, dass die Abstände ungefähr passen, dass erleichtert den nächsten Schritt.

Nachdem 8 Nadeln rund um den Äquator platziert wurden, wird am Nordpol der Papierstreifen ebenfalls gekerbt und von der Nadel gelöst. Mit Hilfe der Kerben des Papierstreifens werden nun die Abstände der Äquatornadeln korrigiert. Anschließend nochmal kontrollieren, ob die Abstände zu den Polen noch stimmen.

Ist das alles erledigt, wird es ernst!

Jetzt die Sticknadel mit dem nicht abgeschnittenen (!) Markiergarn am Nordpol (bei mir weiß) einstechen und unter der Wicklung vernähen. es reicht im normalfall, einmal vor und zurück zu stechen. Überstehendes Garn abschneiden.

Mit dem Markiergarn jetzt sorgfältig vom Nordpol aus auf eine der Äquatornadeln zuhalten. Rechts vorbei und weiter zum Südpol. Auch hier rechts vorbei. Auf der anderen Seite zur entgegenstehenden Äquatornadel, hier aber LINKS an der Nadel vorbei. wieder am Nordpol angekommen wird das Garn LINKS an der Nadel vorbei geführt und einmal um die Nadel gewickelt.
Jetzt bitte die Stecknadel rechts der ersten ansteuern.

Nach dem gleichen Schema weitermachen, bis man das vierte Mal zum Südpol kommt.

Jetzt aber nicht sofort weiter zur letzten Äquatornadel, sondern zuerst den Faden abmessen, er muss noch etwa viermal um den Ball herum passen. Abschneiden und einfädeln. Nun mit kleinen Stichen die gekreuzten Fäden fixieren, damit sich nichts mehr verschieben kann. Erst dann weiter zum Äquator und zum Nordpol. Auch hier mit kleinen Stichen die gekreuzten Fäden fixieren. Ist alles fest und sicher, wird die Nadel unter der Wicklung unsichtbar zum Äquator gestochen. An einer Nadel herauskommen und wieder vorsichtig von Nadel zu Nadel gewickelt. Dabei immer auf der gleichen Seite des Äquators bleiben.

Ist man einmal komplett herum, werden die gekreuzten Fäden mit einem kleinen Stich durch die Wicklung fixiert, dann geht es in die entgegen gesetzte Richtung. Unterhalb der Wickelfäden wird zur nächsten Äquatornadel gestochen, dort ebenfalls mit einem kleinen Stich die Kreuzung fixiert.

Auf diese Weise fortfahren, bis alle Äquatorkreuzungen mit den gewickelten Unterfäden fixiert sind. Den Faden vernähen. Bis auf die Nordpolnadel können jetzt alle Stecknadeln entfernt werden.

Fertig ist der S(imple)-8!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *