3. Februar: setsubun

(Zeremonie des Bohnenwerfens)

Je nach Jahr wird dieses Fest am Abend des 3. oder 4. Februar gefeiert, einen Tag bevor nach dem Mondkalender der Frühling anbricht. Setsubun ist im traditionellen japanischen Lunisolarkalender der „Wechsel der Jahreszeit“ und bezeichnet den Tag vor Beginn von 4 der 24 Stationen (nijūshi sekki) des Jahres nach dem chinesischen Kalender.Heute wird der Begriff Setsubun in erster Linie für den letzten Tag der „Großen Kälte“ (Daikan) benutzt und markiert die traditionellen Feiern zum Frühlingsbeginn (risshun), meist am 3. oder 4. Februar (nach dem gregorianischen Kalender).

Mame-maki
Der erste Tag des Frühlings heisst (rishyun). Das rituelle Bohnenstreuen (mame-maki) stammt vermutlich aus der Muromachi-Zeit. Dabei werfen die Japaner geröstete Sojabohnen im Haus und um das Haus herum, um es von den bösen Geistern zu reinigen. Oft zieht sich ein Familienmitglied eine oni-Maske (Teufel, böser Geist) über und wird dann mit den Bohnen beworfen. Oder die Bohnen werden im Haus zweimal in eine als glücklich und zweimal in eine als unglücklich geltende Richtung geworfen und dabei die WorteBeim Bohnenwerfen macht man viel Krach und ruft laut: “Fuku wa uchi, Oni wa soto” (etwa:”Glück komm herein, Dämonen hinaus!”).
Hierbei soll es besonderes Glück bringen, wenn die Anzahl der Bohnen dem Alter des Werfenden plus eins entspricht und sie zusammen mit einigen Münzen in Papier eingewickelt wurden.

Die Rolle des Werfers (toshi otoko) bzw. der Werferin (toshi onna) wird in privaten Haushalten meist vom Familienvorstand oder von einem im chinesischen Sternzeichen des kommenden Jahres geborenen Mensch übernommen.

An Tempeln oder Schreinen sind es oft mehrere Mönche, Priester oder männliche Prominente (wie Politiker, Schauspieler oder Sumoringer), welche die Bohnen in kleinen Säckchen zusammen mit u. a. Süßigkeiten und Spielzeug in die versammelte Menge werfen.
Üblicherweise bevorzugt man hierfür diejenigen, die im Tierkreiszeichen des jeweiligen Jahres geboren wurden (toshi-otoko). Ebenso ist es üblich, eine dem eigenen Alter entsprechende Anzahl von gerösteten Sojabohnen zu verspeisen, und für ein glückliches Zuhause zu beten.

An Setsubun isst man heutzutage in Japan auch Ehou Maki, Reisrollen, die größer als die normalen Maki sind, etwas süßlich schmecken und mehrere besondere Zutaten enthalten, die in normalen Maki nie verwendet würden, wie z.B. Shiitake. Man nennt sie auch Glücks-Sushi. Man sagt, wenn man eine komplette Rolle isst und an das Glück des vor einem liegenden Jahres denkt ohne dabei ein WOrt zu sagen, wird ein Traum wahr.

Ehoumaki stammen traditionell aus Ousaka und Umgebung.
1995 startete die Convenience-Kette Seven Eleven den Verkauf in Westjapan und 1998 in ganz Japan. Durch nachfolgende Werbekampagnen in Combinis wurde es landesweit populär. Dies entspricht dem Trend, besondere Gerichte nur zu bestimmten Zeiten zu essen (osechi – ryouri zu Neujahr, Aal im Sommer).

Tsuina

Das Tsuina, auch bekannt als Oni-yarai, ist ein eigentlich aus dem tangzeitlichen China stammender Brauch, der ursprünglich am Abend vor Neujahr begangen wurde. Bei diesem an Schreinen oder Tempeln gepflegten Ritus werden zunächst die Kami von den Teilnehmern mit Saimon (Gebetstexte) adressiert. Danach vertreiben sie mit Tänzen und Pfeilen als Oni verkleidete Teilnehmer, die das Heiligtum zu betreten trachten.

Yaikagashi

Das Yaikagashi ist ein in der Moderne größtenteils aus der Mode gekommener Brauch, bei dem Sardinenköpfe auf Zweige des heiligen Strauches Hiiragi gespießt und über den Rahmen der Haustür gehängt werden. Dadurch soll den Oni der Eintritt ins Haus verwehrt werden.
Früher wurden Holz und Sardinenköpfe verbrannt, um mit dem Rauch die Oni zu vertreiben.

(Bildquelle: Wikipedia)

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