Von Kaschmir und Kämmen oder: wie bau ich mir ein „Russian Gizmo“?

Nachdem ich mir das Video „spinning gossamer Web“ von Galina Khmeleva angeschaut hatte, war mir klar, dass DAS genau DER Wollkamm ist, den ich haben will brauche. Während bei den üblichen Kämmen eine Menge Fasern dadurch verloren geht, dass sie sich hinter den Zinken verheddern und verknoten, kann dies bei besagtem russischen Kamm nicht passieren. Denn hier wird nicht bloß von einer Seite an der Fasern gezogen, sondern von beiden.
Aber da gibt’s ein Problem: diese Kämme werden in der Regel von Hand gebaut und sind -außer in Museen- kaum zu sehen, geschweige denn zu kaufen.

Also hab ich das Internet durchforstet, um erst einmal nach Nähnadeln zu fahnden, die nicht nur günstig, sondern auch noch lang genug sind, um als Zinken Verwendung zu finden. Eine Nahaufnahme aus dem Video verriet mir, dass der Kamm zweireihig ist, mit jeweils 35 Zinken bestückt. Also benötigte ich mindestens 70 Nadeln, gleich lang, gleich dick, und wegen der Anzahl möglichst günstig.
Bei der Firma Xinox wurde ich fündig, Perlenreihnadeln, die dick genug und lang genug waren, und die außerdem stückweise bestellt werden können.
Da fast alles, was ich bis dahin gefunden hatte, Sets mit unterschiedlichen Nadeln waren, fand ich das perfekt, und bestellte 80 Stück – falls ich Ersatz benötigte, bin schließlich nicht grade die geschickteste *räusper*.

Die nächste Aufgabe war weitaus schwieriger: wie bekomm ich die Nadeln in Reih und Glied, schön grade und mit gleichmäßigem Abständen. Nach etlichen frustrierenden Fehlstarts meinerseits hatte mein Freund die rettende Idee, und holte ein Stück Alublech aus dem Schrank.

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Okay, was nehme ich zum einbetten der Nadeln? Meine Wahl fiel auf so genanntes „Green Stuff“, eine Art zwei-Komponenten-Fimo, dass nicht gebacken werden muss, sondern von allein aushärtet.

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Fehlt das Holzgestell. Beim Baumarkt mit den „20% auf alles – außer Tiernahrung“
Holz gekauft (kein Pressspan, das sieht doof aus!), „Balkonlatte“ stand dran. Richtige Breite, nur noch zuschneiden sägen – ohjehh… ich brauch das ja „auf Gehrung“… und der Mensch in der Abteilung Zuschnitt wird vermutlich noch heute vermisst. Ob der Nachbar das kann, der hat besseres Werkzeug…? Erst mal die benötigte Länge ermitteln, schließlich muss mein Schenkel da durch passen.

 

Okay, alles soweit am Start?
Dann los.

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Um die Nadeln richtig platzieren zu können, habe ich zunächst das Alublech (perfekte Unterlage!) mit zwei Streifen doppelseitigem Tesa beklebt, das klebt genug, um die Nadeln zu sichern, aber nicht so fest, dass man den Schei… anschließend an den Nadeln hängen hat. Dann die Nadeln lückenlos und gerade(!) darauf legen und andrücken.

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Jetzt werden immer zwei entfernt (einer bleibt, zwei gehen, einer bleibt, zwei gehen…), solange, bis man 35 Nadeln auf diese Weise in ordentlichen Abständen fixiert hat.

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Jetzt gaaaaanz vorsichtig mit 2 weiteren Streifen von oben fixieren

Und dann das Ganze nochmal, schließlich brauchen wir zwei Reihen (=^_^=)

Hat man beide Reihen fertig, geht’s ans Kneten. Man reißt also die Menge an Masse vom blaugelben Streifen ab, wie man benötigt, und knetet das so lange durch, bis man ein gleichmäßiges Grün erhält.

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Dann daraus eine Wurst in der benötigten Länge rollen, und diese dann so auf die Nadeln massieren, dass diese nicht verschoben werden (keine Sorge, 4 Streifen Tesa halten das Ganze sehr gut).
Das Ganze katzensicher verstauen und über Nacht aushärten lassen.

 

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Und feststellen, dass die Aluplatte Teil der Verbindung geworden ist.
Nerven behalten… mit dem Teppichmesser der Aluplatte zu Leibe rücken und den verbundenen Teil von der Platte trennen.

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- Wer sich das nicht zutraut, sollte das Alu VOR dem Aufbringen der Doppelklebe-streifen mit normalem Tesa so abdecken, dass das Green Stuff nicht mit dem Alu in Berührung kommt. So kann man den Tesastreifen später einfach vom Alu (oder der entsprechenden Unterlage) abziehen, ohne herumsäbeln zu müssen

Das Holz (ein riesen Dankeschön an Nachbar Bernie) hat mir tatsächlich mein Nachbar zugesägt und zusammengesetzt. Die Seiten sind jeweils 35cm lang, wer aber deutlich schlankere Beine hat als ich kann das kürzen, oder wies neudeutsch heisst: “customizen”

Mit dem restlichen grünen Zeug die Fugen im Holz verschließen und das Nadelpaket fixieren. Die Nadeln so senkrecht wie möglich ausrichten. Aushärten lassen.

Dann das Loctite in einen Folienbeutel füllen und durchmischen. In diesem Fall werden weiß und schwarz zu grau gemischt. Mit einer Schere die Spitze öffnen und die Lücken auffüllen- in 5 Minuten ist die Masse fest, in 20 Minuten ausgehärtet

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Das mittlere Holzstück sollte eigentlich gerade sein, letztlich ist das aber reine Optik

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Jetzt noch die Kanten mit restlichem Alublech verblenden, gut mit dem Hammer bearbeiten, um hochstehende Kanten zu vermeiden.
Verbliebene Kanten können – wenn sie stören – mit Holzkit beigearbeitet werden

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Zum Schluß sollte man nicht vergessen, den Nadeln aus Pappe noch ein Verhüterli zu verpassen, Haustiere, Ehegatten/Freunde und Besucher werden es Euch danken!

Färben mit Pflanzen in der eigenen Küche

ist gar nicht soo schwer.
Dennoch – wie bei allem Neuen (vor allem, wenn man dabei Gefahr läuft, die neue Küche zu versauen!) hatte ich vor dem “ersten Mal” ganz schön Bammel.
Nachdem ich diese Hürde erst mal genommen hatte, verfiel ich allerdings einem Farbrausch! Wie gut, dass ich Urlaub hatte…


Das alles ist in den drei Wochen aus dem Färbetopf gestiegen.


Rosenknospen

 

Blutpflaume

Blauholz

Cochenille-Laus

Rotholz

Krapp 60%  & Kamille 20%  & Rotholz 10% & Sandelholz 10%

Anatto (=Orleanssaat)

Kamille 90% & Ringelblumenblüten 100% & Krapp 10%

 

Pflanzenfarben sind unglaublich ergiebig! Die Prozentangaben beziehen sich dabei auf die Menge der Wolle, die in einem Farbzug gefärbt wird. Am Beispiel für das Gelb heisst das: um einen Kammzug zu 100g zu färben benötige ich in diesem Fall 90g Kamillenblüten, 100g Ringelblumenblüten und 10% Krappwurzel. 

Allerdings ist damit der Sud (richtiger: die Färbeflotte)  noch lange nicht erschöpft. Wenn man den ersten “Gang” aus dem Topf holt, hat man noch genug Farbe in der Brühe, um noch weitere Wollstränge oder Kammzüge zu färben, wobei die Farbe dann jedesmal heller wird. Das sollte man auch nutzen, wäre ja schade drum!

Will man dagegen für einen Pulli sagen wir mal 1100g in ungefähr gleicher Farbe einfärben, muss man den Ansatz entsprechend vergrößern- und sich vor allem nach einem enstprechend großen Topf umsehen! Denn um genügend Wolle farblich gleich einzufärben, muss diese komplett gemeinsam gebeizt und gefärbt werden. Demenstprechend viel kann man dann auch anschließend in heller färben.

Ein tolles Buch zu diesem Thema ist dieses hiervon Dorothea Fischer: http://www.amazon.de/Naturfarben-auf-Wolle-Seide-giftige/dp/3833446919/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1340090362&sr=1-1 

 und dieses hier steht noch auf der Einkaufsliste http://www.amazon.de/F%C3%A4rberpflanzen-Anleitung-F%C3%A4rben-Verwendung-Medizin/dp/3510652584/ref=sr_1_sc_1?s=books&ie=UTF8&qid=1340090867&sr=1-1-spell

 

Dringend erforderlich hierbei ist das Tragen von Gummihandschuhe. Wer meint “ist doch nur pflanzlich”, der laufe mal ne Woche mit Kamillegelben Nagelbetten rum (und ich hatte nur die Wolle in klarem Wasser ausgewaschen). Eine tolle Hilfe ist auch eine Salatschleuder, da man hiermit die Wolle nicht so malträtiert wie per ausdrücken.

ich hab noch soviele Mawatas, ob ich die einfach mal einfärbe und dann verstricke? vielleicht als Sommerschal für mein Mütterlein…. na, mal schauen.

 

 

 

 

 

In der Versenkung verschollen…

Es tut mir leid, dass ich so lange nichts geschrieben habe!
Es fing alles so harmlos an: ich hatte von meiner Schwipp-Schwiedermutter eine Strickjacke mit Zopfmustern geschenkt bekommen, mit der ich in die Autotür geriet. Ergebnis: ein großes Loch und schwarze Schmierer. Jacke ruiniert.
“Dann kauf dir halt ne neue”, war die simple Empfehlung meines Freundes. Leichter gesagt als getan, findet Ihr mal eine Strickjacke in …. okay, GROSS GENUG halt, die euch nicht nur gefällt, sondern auch noch bezahlbar ist. die einzige, dich ich fand, war a) zu klein, b) zu schlicht und c) mit 160 Euronen wie ich fand unangemessen teuer. Immerhin ist das keine Handarbeit, sondern Maschinenstrick!
Ich klagte meiner Mutter mein “Leid” und die meinte leichthin “Du kannst doch stricken, warum strickst du dir keine Jacke?” – “ähhh….” warum eigentlich nicht? dann könnte ich sie genau so machen, wie ich sie mir vorstellte… Mein armer Freund seufzte nur (der ahnte bereits, wo das enden würde…)
Wer mich kennt, der weiß, dass ich da etwas… sagen wir mal zwanghaft bin. Wochenlang habe ich gegoogelt und gewühlt, bis ich die Muster der Designerin ALice Starmore fand.
Noch älter als meine Leidenschaft für Japan ist die für die Kelten.
Zwar reizt es mich heute nicht mehr so brennend wie früher, einer Reenactment-Gruppe beizutreten (wann zur Hölle sollte ich DAS noch machen?). Aber die Muster, das keltische Design ziehen mich noch immer magisch in ihren Bann. Und Alice Starmore hat da so einiges zu bieten. Zu meinem Glück gab es das wichtigste Buch als Neuauflage, ich hatte es bei Ebay bereits für über 350 € gesehen – indiskutabel.  Sollte ich extra erwähnen, dass ich – rein zur Vorsicht!- noch andere von ihr gekauft hab? nicht, das mir das absolute Knaller-Muster entginge!

Ich entschied mich dafür, die Muster der Pullover CROMARTY und ST. BRIGID zu mischen. Als Wolle hatte ich Rellanas “Flotte Socke” in wollweiß gewählt (Aussage für den Mann an meiner Seite: “siehst Du,  das Material kostet nur die Hälfte von dem, was diese popelige Gelumpe-Jacke im xy-Shop gekostet hätte, stell Dir mal vor, was ne SCHÖNE Jacke fertig gekostet hätte”).

Tage voller Rechnerei folgten. Wie breit musste der Rücken werden in cm, wieviele Maschen werden dafür bei Zopfmustern benötigt (wers nicht kennt: zopfmuster “fressen” einen Teil der Breite. Wenn man also normalerweise für 10cm 20 Maschen strickt, benötigt man bei Zopfmustern für die gleiche Breite bei gleichem Garn ca 30 Maschen). Wenn ich  soundsoviele Maschen zur Verfügung habe: welche und wieviele Muster kann ich darauf unterbringen und wie ordne ich sie an..?

Ich war voll und ganz in meinem Element, noch bevor ich auch nur die erste Masche gestrickt hatte.

Und DAS hat mich dann ein komplettes Jahr in Anspruch genommen. Nein, ich bin kein Lahmar… , aber Zopf- und Aranmuster  stricken bedeutet permanentes Kontrollieren und Zählen. Und im Hochsommer bekam ich geschwollene Schwitzefinger beim Stricken, sodass ich in der heißesten Zeit lieber was anderes machte. Aber im Spätherbst wurde Sie dann fertig. Trotz aller Berechnung ist sie was groß geraten, aber SAUGEMÜTLICH! Ich kann mich komplett darin einwickeln und im Winter sogar noch nen dicken Pulli drunter anziehen.

Und wie das dann so ist: ich bin jetzt so gut drin, ich würde gern noch nen Pullover stricken. Muster hätte ich genug, diesmal farbige statt gezopfte. Doch auf der Suche nach schöner Wolle mit den passenden Farben musste ich feststellen, dass ich die aktuelle Mode wohl nicht mag – oder das, was die Industrie uns zum stricken selbiger bietet. Die Farben gefielen mir nicht, die Garne selbst gefielen mir nicht, und wenn ich was schönes gefunden hatte, war es handgefärbt und kostete dementsprechend. Meist war es dann aber auch nicht einfarbig, also selbst wenn ich im Lotto gewonnen hätte und bereit wäre, 15 Euro für ein einziges Knäuel Wolle auszugeben – hätte ich immer noch das Problem gehabt, die richtige Farbe auch einzeln zu bekommen. Bunt ist ja nicht grundsätzlich schlecht, nein, aber das Muster wollte ich ja selbst stricken und nicht dem Garn überlassen.

Etwas grummelig wollte ich mich also erst mal wieder einem Yubinuki widmen, und überlegte, dass ich mir endlich mal  Silkhankies  (auch Mawata genannt)  zulegen sollte, um diese auch stilecht zu polstern.
Was ich dabei hauptsächlich fand waren gefärbte – wofür das denn? ach, zum verspinnen? nett…

Spinnen… womit spinnen die denn… zeig doch mal, Tante Google…

Und so nahm das Verhängnis seinen Lauf. Da kann mann nicht Fingerchen stillhalten, nein, da muss man natürlich direkt mit den Mawata für den Yubinuki auch noch ne Spindel mitordern (und wenns nur für den Gag ist “spinnst du??” – ” jaWOLL!”. Und Wolle natürlich (ja Schatz, im Kilo IST das billiger, da jedenfalls ).  Und Irgendwo gibt es im Netz sicher ne Anleitung.

Handspinngilde, Spinnradclub,  Ravelry, ja lieber Himmel, das sind ja richtig viele!

Viele Plattformen, und noch mehr Spinnerinnen! Und so ein reiches Angebot an Shops, die Wolle führen, unterschiedliche Schafrassen, Alpaca- und sogar Ziegen- und Kamelwolle kann man bekommen, meist in der natürlich gewachsenen Farbe, manchmal gebleicht, oft aber auch bereits gefärbt.

Apropos gefärbt: das erste was ich auf meinem ersten Probespinntreff gelernt hab war weniger das Spinnen, als das Staunen! Die drei Damen hatten gerade ein “Tauschpaket” empfangen.  Der gesamte Küchentisch lag voller bunter (weil handgefärbter) Kammzüge (später dazu mehr) und Watteartiger Vliese (“Batts”) . Und obwohl ich -wie oben bereits gesagt- kein Fan von mehrfarbigem Garn bin musste ich feststellen, dass ich immer mehr in einen Farbrausch abdriftete (so stell ich mir die Wirkung von LSD vor!).

Es dauerte eine ganze Weile, bis alle drei ihre Beute gewählt und Ersatz nachgefüllt hatten, aber irgendwann  kehrte dann jede an ihr Spinnrad zurück. Vergesst all Eure Vorstellungen von Spinnrädern (es sei denn, ihr kennt bereits die modernen), KEINE der drei hatte eines dieser OMIS LIEBSTES Räder, wie man sie ständig auf Flohmärkten oder in den Katalogen von Versandhäusern dekoriert sieht. Jede hatte ein modernes Modell, dass viel mehr kann als die alten und viel comfortabler ist.

Und ich saß da mit meinem gekauften Anfänger-Handspindelchen und einer improvisierten, leichteren Spindel (aus Eßstäbchen natürlich ^^) und staunte die drei abwechselnd an.

 

 

- FORTSETZUNG FOLGT -

 

 

 

 

 

 

Newsticker: Barbs nächster Kurs kann gebucht werden!

Grandmother Star

Diesmal kann man vorher waehlen, ob man das Set in lila oder blau haben moechte. Außerhalb der USA wird es ohne Reisspelzen geliefert. Ich freu mich bereits wie ein Schneekoenig! ich habe schon mehrmals versucht, einen 32-Center-Mari zu markieren, war aber nie mit dem Ergebnis zufrieden.
Traut euch ruhig, wenn einer seinem Englisch nicht traut helfe ich gern (sobald mir Barb seine/ihre Teilnahme bestätigt hat)

(Bildquelle: mit freundlicher Genehmigung von Barb Suess)

Asanoha

Asanoha, das Hanfblatt, ist ein beliebtes Muster, um damit Wäsche für Kinder zu schmücken. Hanf wächst schnell und gerade und das wünscht man auch den Kindern.

Eine gute Größe für das Raster ist hier 3cm x 1,75cm. Bei vielen Bildern im Netz sehe ich immer wieder, dass die Winkel nicht stimmen, doch bei soviel Arbeit sollte auch das Muster anschließend so perfekt wie möglich aussehen. Wenn die Stiche noch nicht so perfekt sind, ist das weniger schlimm, wie wenn das ganze Muster verzogen aussieht.

Ich hoffe, die Anleitung ist verständlich? Wenn nicht: bitte fragen

Das Eko-Haus in Düsseldorf

Mein Partner ist immer scharf auf schöne Motive, die er mit seiner Camera einfangen und verewigen kann. So kam es, dass wir neulich das Eko-Haus, das japanische Haus der Begegnung in Düsseldorf besucht haben, bei herrlichem Wetter im Mai.

Auf dem Gelände befindet sich unter anderem ein hübscher Garten, der sowohl mit einem “echten” Teich, als auch einem Kies-Teich aufwartet.

 

Hinter dem Tor erstreckt sich ein hübscher Garten.

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Rasenflächen, Steinlaternen, Büsche, Teich
und Brücke – auf mich als Laien macht das
einen sehr harmonischen Eindruck

Was mich persönlich stört sind die elektrischen Laternen und die Fahnenmasten – die passen so absolut nicht ins Bild, schade.

Die liebevoll geformte Vegetation entschädigt aber schnell wieder

Die kleine Bogenbrücke spannt sich über einen Bachlauf aus Kies, an dessen einem Ende ein Teich mit Seerosen (Lotos?) liegt

Sie sie nicht einfach herrlich?

Obwohl die Blüte der Azaleenbüsche bei
unserem Besuch bereits ihren Höhepunkt
überschritten hatte, sahen sie einfach
herrlich aus, dicke bunte Tupfen!

Diese Statue stellt Shoutoku Taishi dar. In seinen Händen liegen Münzen

Immer diese Touristen *ggg*!
Dieses Gebäude ist ein buddhistischer
Tempel. Von dem seht ihr später mehr.

nein, Schatz, das ist mit Sicherheit
KEIN Fruchtbarkeitssymbol….

Die Tempelglocke

Schade, das kommt auf den Fotos gar nicht richtig zur Geltung, aber hier ist SEHR (!) viel Gold verarbeitet.
An der Tür liegen Gebetsketten zum Leihen aus, im Grunde wie bei den Christen Gesangsbücher ausliegen. Allerdings sind die Ketten aufgeteilt nach Damen und Herren.

Im Eingang des Hauptgebäudes hängen neben Ankündigungen für Ausstellungen, Veranstaltungen und Kurse auch die Meldungen von der Katastrophe im März.
Und überall sind kleine Origami-Kraniche dekoriert.
Auch ein Kondolenzbuch liegt aus.

Der 5. Mai war zwar bereits vorbei, doch die Dekoration stand noch

Das Eko-Haus verfügt über einen Gebäudeteil, der wie ein traditionelles Gasthaus eingerichtet ist.

Sogar die Feuerstelle ist vorhanden

Im Keller des Gebäudes werden zur Zeit Werke von Kouken Nomura ausgestellt.

Sieht man genau hin stellt man fest, dass diese Skulpturen aus tausenden gleichgefalteten Papierelementen zusammengesetzt sind.

Rechtecke in drei Reihen

Für dieses Muster wird der Umfang in 24 Segmente unterteilt. Gearbeitet wird mit 3 Farben a 2 Fäden und in entgegengesetzte Richtungen gestickt.

 

 

 

Ich hab bei diesem Yubinuki anstelle meiner Fujix-Seide ein anderes Garn verwendet:  Kumihimo-Seide ! Bekommen habe  ich diese bei der Kloeppelkiste. Dort kann man auch Marudai bekommen, Flechtstühle, welche man für das Flechten der traditionellen japanischen Schnüre verwendet.

Kumihimo-Seide ist noch einen Tick dünner, als das Fujix-Garn, auch glänzt sie stärker (blöd zu fotografieren). Toll zu verarbeiten, nur mach ich mich noch einen ziemlichen Kopf, wie ich das Garn verwahren soll. Es wird in Strängen geliefert, 40  fertig geschnittene Fäden a 2,7 m. ich hab ein wenig Bammel, dass sich das arg verheddert. Mit 4,50 € pro Strang zwar kostspieliger als die Fujix-Kärtchen, doch gemessen an der Gesamtlänge kommt das schon wieder hin.